Die Gasversorgung in Deutschland präsentiert sich heute, am 28. Januar 2026, als stabil, zeigt aber im Vergleich zum Vorjahr eine veränderte Dynamik bei den Speicherständen und der Preisstruktur.
Hier ist der kompakte Überblick zur aktuellen Lage:
1. Speicherstände und Versorgungssicherheit
Obwohl der Winter 2025/26 bislang moderat verlief, liegen die Füllstände unter dem Niveau des außergewöhnlich gut gefüllten Vorjahres.
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Aktueller Füllstand: Die deutschen Gasspeicher sind derzeit zu etwa 37 % bis 42 % gefüllt (ca. 93–100 TWh). Zum Vergleich: Ende Januar 2025 lag der Wert noch bei rund 65 %.
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Bewertung der Bundesnetzagentur: Die Versorgungssicherheit ist weiterhin gewährleistet. Seit Juli 2025 gilt nur noch die Frühwarnstufe (die Alarmstufe wurde aufgehoben).
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Ausspeicherung: Bei extremer Kälte sinkt physikalisch bedingt die Entnahmeleistung bei niedrigeren Füllständen, was jedoch durch stabile Importe ausgeglichen wird.
2. Bezugsquellen: Woher kommt das Gas?
Deutschland hat seine Importstruktur nach dem Wegfall russischer Lieferungen erfolgreich diversifiziert:
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Hauptlieferant: Norwegen bleibt mit einem Anteil von fast 50 % der wichtigste Partner.
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LNG-Terminals: Über die deutschen Terminals (u. a. Wilhelmshaven, Brunsbüttel, Lubmin) werden stetig wachsende Mengen angelandet. Ab diesem Jahr (2026) greifen zudem langfristige Lieferverträge mit Katar.
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Europäischer Verbund: Weitere Mengen fließen über die Niederlande und Belgien nach Deutschland.
3. Gaspreise: Entlastung für Verbraucher
Das Jahr 2026 bringt eine spürbare steuerliche Entlastung für Haushalte und Industrie:
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Wegfall der Gasspeicherumlage: Zum 1. Januar 2026 wurde die Umlage (zuletzt 0,289 ct/kWh) abgeschafft. Für einen Durchschnittshaushalt bedeutet das eine Ersparnis von etwa 50 bis 60 Euro pro Jahr.
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Durchschnittspreise: Haushalte zahlen aktuell im Schnitt etwa 10,6 bis 11,1 ct/kWh. Neukundentarife sind mit ca. 7,6 bis 8,0 ct/kWh deutlich günstiger.
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Marktlage: Die Großhandelspreise haben sich auf einem Niveau stabilisiert, das zwar über der Vorkrisenzeit liegt, aber weit entfernt von den Extremwerten der Jahre 2022/23.
Zusammenfassung der Lage
| Metrik | Status Januar 2026 | Trend |
| Versorgungssicherheit | Stabil | |
| Speicherfüllstand | ~40 % | (niedriger als 2025) |
| Preisprognose | Sinkend (durch Umlage-Wegfall) | |
| Importabhängigkeit | Diversifiziert (Norwegen, LNG, EU) | ✅ |
Hinweis für Haushalte: Da die Speicherstände niedriger sind als im Vorjahr, bleibt ein sparsamer Umgang mit Gas weiterhin sinnvoll, um die Resilienz des Systems für den restlichen Winter zu stützen.