Henschel-Blog

Infos + Daten + Fakten "Man kann die Realität ignorieren, aber man kann nicht die Konsequenzen der ignorierten Realität ignorieren" Ayn Rand

Heilbronn und großartige Entwicklung auf völlig unsolider Basis?!

So meint Stadtinitiative-Vorsitzender Thomas Gauß und blendet vollkommen die Finanzierbarkeit dieser Entwicklung aus, so wie auch die Verwaltungsspitze und Mehrheit des Gemeinderates!

Hier haben wir den Klassiker von politischen Entscheidungen, welcher Art auch immer. In bester Absicht werden notwendige Weiterentwicklungen, wie z.B. Heilbronn als Marke und Einzelhandel-Verknüpfungen mit dem Internet, sowie reale Attraktivität einer Stadt angesprochen. Dabei wird mal soeben vergessen, wie dies alles finanziert werden soll, da hiedurch nicht unerhebliche Zusatzkosten entstehen und diese irgendwie erwirtschaftet werden müssen.

Heilbronn hatte gestern z.B. mal wieder ein Nightshopping veranstaltet und die Geschäfte sollten bis 24 Uhr geöffnet haben. Sehr viele inhabergeführte Einzelhändler sahen sich aber nicht oder nur zum Teil  in der Lage, dies umzusetzen, da die zusätzlichen Umsätze nicht realisiert werden konnten bzw. die daraus resultierende Gewinnmargen in keinem Verhältnis standen.

Heilbronn gibt hunderte von Millionen Euro an Steuergelder aus, um die reale Stadt-Attraktivität umzusetzen. Dies bedeutet aber für uns Bürger eine zukünftige Schuldenlast von sage und schreibe 400 Mio. Euro, mit weiteren Steigerungen und das trotz Steuerrekordeinnahmen! Herr Gauß und alle sonstigen MitstreiterInnen, einschließlich der Medien, machen sich bis heute keinerlei Gedanken darüber, wer und wie das gestemmt werden soll!

Gauß irrt auch mit seinem guten Vorsatz, dass Fußgänger in Heilbronn Vorrecht hätten. Vorrecht hatten und haben die Investoren, welche ohne Rücksicht auf massive Außenbewirtschaftungen im öffentlichen Raum setzen oder wie im neuen Stadtteil Neckarbogen auf Ausmostung der Grundstücke setzen. Da nützt auch das „Feigenblatt“ von Gebührenerhebungen nichts. Hier werden Profite privatisiert und Verluste sozialisiert!

Dazu kommt noch als Kollateralschaden, damit verbundenes Lohndumping, gerade im Einzelhandel mit der Selbstausbeutung bzw.Discountisierung in allen gesellschaftlichen Bereichen, verbunden mit einem fragwürdigen Sponsoring einer Schwarz-Stiftung, wodurch auch Heilbronn zum „Profiteur“ einer gesellschaftlichen Armut wird!

Was also in bester Absicht angegangen wird, stellt man gleichzeitig selbst wieder in Frage, da nicht nachhaltig gedacht und gehandelt wird!

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